Michel Haebler

Michel Haebler wurde an der Schauspielschule Frese in Hamburg zum Schauspieler ausgebildet und hat im Laufe seiner Karriere immer wieder nach neuen Impulsen gesucht – wie z. B. an der Stella Adler School in Los Angeles, bei der Sanford Meisner Technique in Berlin und in der Masterclass von Hollywood-Coach Bernhard Hiller. Seine ersten Theaterengagements führten ihn an das Ernst-Deutsch-Theater Hamburg, an die Landesbühne Schleswig-Holstein, das Stadttheater Lüneburg und das Theater Wilhelmshaven, wo er in vielen verschiedenen Rollen zu sehen war, u. a. als Romeo in Shakespeares „Romeo und Julia“, als Robert in Waits/Wilsons „Black Rider“ und als Happy in Millers „Tod eines Handlungsreisenden“. Weitere wichtige Rollen waren Andri in Max Frischs „Andorra“ und Werther in „Die Leiden des jungen Werther“ am Tourneetheater Greve.

An der Schaubühne Berlin spielte er Sosias in Kleists „Amphitryon“ und in der Regie von Simone Eisenring die Titelfigur in Büchners „Woyzeck“ am BAT Berlin. 2009 bis 2012 war er festes Ensemblemitglied am Theater der Altmark in Stendal, stand dort u. a. als Goethes Faust auf der Bühne und spielte in der Deutschen Erstaufführung von Pierre Temkines Neuinterpretation des BeckettKlassikers „Warten auf Godot“ den Lucky. Kameraerfahrung sammelte Michel Haebler u. a. in TV-Serien wie „Balko“, „Die Wache“, „Unser Charly“ und „Für alle Fälle Stefanie“.

In der Hauptrolle des jüdischen Clowns Jakob im Kinofilm „Distant Memory“ („Maries Lächeln“) und als Kennedy-Attentäter Lee Harvey Oswald in Jan Zabeils Film „L.H.O.“, der für den MaxOphüls-Preis nominiert war, wurde er auch internationalem Festivalpublikum bekannt.